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    Institut für Sportwissenschaft

    Hochschulsymposium Kampfkunst & Kampfsport

    Kampf als Wissenschaft - erstes Hochschulsymposium ebnet Weg für Kommission innerhalb der dvs

    06./07. April 2011 in Bayreuth

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    Mit über 50 Teilnehmern aus ganz Deutschland und der Schweiz war das Symposium "Kampfkunst & Kampfsport" in Bayreuth ein voller Erfolg und ebnet den Weg zu einer Kommission innerhalb der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs).

    Ein breit gefächertes interdisziplinäres Angebot, Praxisworkshops und innovative Präsentationsformen wie ScienceSlam und KnowledgeCafé versprachen bereits im Vorfeld ein spannendes Symposium. Insgesamt fanden sich über 50 Teilnehmer aus ganz Deutschland und der Schweiz am Institut für Sportwissenschaft der Universität Bayreuth ein, um sich über wissenschaftliche Themen im Bereich des Kämpfens auszutauschen und um sich besser miteinander zu vernetzen. Etablierten und Nachwuchswissenschaftlern wurden unterschiedliche Plattformen geboten, um die eigenen Erkenntnisse zu präsentieren und zu diskutieren. Die Initiatoren PD Dr. Peter Kuhn (Bayreuth) und Prof. Dr. Harald Lange (Würzburg) können sehr zufrieden sein mit dem erfolgreichen Ablauf. Peter Kuhn hat überdies Grund zur Freude: Er wurde einstimmig zum Beauftragten für die Gründung einer Kommission „Kampfsport & Kampfkunst“ innerhalb der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaften (dvs) berufen.

    Nach Begrüßungsworten von Dr. Michael Hohl, Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth, eröffnete Sigrid Happ von der Universität Hamburg das Symposium mit ihrem Vortrag "Zweikämpfen – eine Beziehungslehre" – einem wissenschaftlichen Diskurs über das Phänomen des „Miteinander Kämpfens“. Es folgte eine PosterGallery, die mit ersten biomechanischen Erkenntnissen zu Karate-Techniken bereits die thematische Ausrichtung für den anschließenden naturwissenschaftlich ausgerichteten ScienceSlam vorgab. Hier trugen die Forscher vom Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) aus Leipzig und von der Universität Magdeburg ihre wissenschaftlichen "Kämpfe" aus, die natürlich friedlich und konstruktiv verliefen. Zum Abschluss des Tages konnten sich die Teilnehmer in den Praxisworkshops entweder mit Leichtkontaktboxen aus der Schweiz, der gewaltpräventiven Arbeit des Ju-Jutsu-Verbandes oder dem Weg der einschneidenden Faust des Wing Tsun vertraut machen, ehe der Abend gemeinsam beim Italiener seinen Ausklang fand.

    Zu Beginn des zweiten Tages wurde einstimmig das Positionspapier verabschiedet, in dem die inhaltlichen Eckpunkte einer zukünftigen Kommission „Kampfsport & Kampfkunst“ festgelegt wurden. Des Weiteren wurden mit Bielefeld und Hamburg/Hannover bereits die nächsten Tagungsorte festgelegt. Dass für weitere Veranstaltungen ein Bedarf besteht, zeigte sich in zahlreichen Diskussionen, die nicht nur im Zusammenhang mit dem Positionspapier geführt wurden, sondern auch bei den anschließenden Vorträgen des zweiten eher sozialwissenschaftlich ausgerichteten ScienceSlams. Dem anvisierten Format kam dabei Sixt Wetzler aus Tübingen sehr nahe, in dem er historisch-kulturelle Kampftechniken mit denen von Bruce Lee verglich. Auch bei der abschließenden Diskussionsmethode des KnowledgeCafés nutzen noch mal alle Teilnehmer die Gelegenheit, ihre Ansichten zu bestimmten wissenschaftlichen Fragestellungen einzubringen. Die Methode bot einen gelungenen Abschluss des Symposiums, das auch in puncto Organisation dank der zahlreichen Helfer zu glänzen wusste.

    Momentan wird der Tagungsband erstellt, dessen Veröffentlichung für das 4.Quartal 2011 geplant ist.

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    Thomas Leffler

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